Grundsätze zur fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit im Fach Deutsch


Für die didaktisch-methodische Gestaltung des Deutschunterrichts an der Sekundarschule Wermelskirchen gelten fachunabhängig die von der Qualitätsanalyse NRW geforderten Kriterien für guten Unterricht. Das Fach Deutsch wird in der Jahrgangsstufe 5 entsprechend der Stundentafel erteilt – davon findet eine Unterrichtsstunde im Lernbüro statt.

 

Fachliche Grundsätze:


Förderung auf diagnostischer Grundlage :

Sprache als Kommunikationsmittel in Form des mündlichen und schriftlichen Sprachhandelns steht im Zentrum des Deutschunterrichts. Um eine angemessene Förderung und Forderung der heterogenen Schülerschaft zu ermöglichen, kommen neben der Beobachtung zahlreiche diagnostische Testverfahren zur Anwendung. Zu nennen sind hier beispielhaft der Duisburger Sprachstandstest, die Hamburger Schreibprobe (HSP), das Salzburger Lesescreening sowie der C-Test.


Förderung der Rechtschreibkompetenz in ritualisierter Form :

Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Aufbau eines orthografisch sicher beherrschten Grundwortschatzes nur durch eine konsequente ritualisierte Rechtschreibförderung zu erreichen ist. Die gezielte Arbeit mit Nachschriften, die Nutzung von Wissensspeichern (Rechtschreibwörterbüchern, Lexika etc.) sowie der Einsatz von Rechtschreibsoftware sind methodische Bausteine des Deutschunterrichts.


Berücksichtigung des Schreibens als Prozess :

Die Förderung der Schreibkompetenz ist ein zentrales Ziel des Unterrichts. Zur Vorbereitung auf komplexere Schreibaufgaben in Anlehnung an die Zentralen Abschlussprüfungen werden Schreibpläne und Verfahren des Scaffolding berücksichtigt. So werden den Lernern auf verschiedenen Anforderungsniveaus adäquate Leistungen ermöglicht.


Förderung der Lesekompetenz und Lesefreude :

Schülerinnen und Schüler müssen – auch um in anderen Fächern erfolgreich sein zu können – Inhalte und Zusammenhänge verstehen, verarbeiten und formulieren können. Deshalb liegt ein besonderes Augenmerk auf der Schulung des sinnentnehmenden Lesens. Die intensive Nutzung der Schülerbücherei sollte Bestandteil eines noch zu entwickelnden Leseförderkonzeptes sein.


Nutzung der Mehrsprachigkeit :

Die Erstsprachen der Schülerinnen und Schüler werden im Deutschunterricht berücksichtigt und Besonderheiten der einzelnen Sprachen vor allem im Bereich der Reflexion über Sprache (Grammatikunterricht) betrachtet. Auch typische Fehler in der Zweitsprache, die aus der Erstsprache resultieren, werden aktiv aufgegriffen, bewusst gemacht und ggf. in speziellen Übungen thematisiert.


Beteiligung der Lernenden an evaluativen Prozessen :

In der Regel erhalten die Schülerinnen und Schüler zu Beginn eines Unterrichtsvorhabens eine Lernlandkarte oder ein Kompetenzraster, dass Ablauf- und Zieltransparenz bietet. Im Anschluss an die durchgeführte Unterrichtseinheit werden die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von Evaluationsbögen in die Auswertung einbezogen; außerdem können sie mit Hilfe der Kompetenzraster ihren Lernzuwachs reflektieren. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen der Weiterentwicklung der Unterrichtsvorhaben.


Rückmeldung zur Leistungsbewertung :

Rückmeldungen erfolgen in verbaler Form während des Unterrichts und in schriftlicher Form durch Klassenarbeiten und Lernzielkontrollen. Angehängte Kriterienlisten ermöglichen den Lernern sowie den Erziehungsberechtigten einen Einblick in die individuelle Beherrschung der angestrebten Kompetenzen. Schriftliche Förderempfehlungen, individuelle Förderpläne und Portfolios, denen die Schülerinnen und Schüler ihre individuellen Entwicklungen entnehmen können, sollen in Zukunft darüber hinaus zur Rückmeldung beitragen. Voraussetzung dafür ist die Kriterien- und Zieltransparenz in allen Leistungssituationen.


Stärkung des Selbstbewusstseins von Schülerinnen und Schülern :

Der Deutschunterricht verfolgt das Ziel einer erfolgsorientierten Leistungsmotivation. Die Schülerinnen und Schüler sollen erleben, dass sie in der Lage sind, erfolgreich zu lernen und auf ihrem Niveau gute Leistungen zu erzielen. So entwickelt sich ein neues Selbstbewusstsein. Begabungen und Fähigkeiten, die oftmals durch eine misserfolgsvermeidende Leistungsmotivation blockiert sind, werrden frei und entwickeln sich.


  Fachleistungsdifferenzierung :

Im Hinblick darauf, dass verschiedene Schulabschlüsse angestrebt werden, ergeben sich gezielte innere Differenzierungen und selbstgesteuertes Lernen im Lernbüro nach Fähigkeiten und Neigungen. Wochenplanarbeit, Freiarbeit, projektorientiertes Arbeiten und Förderunterricht sind klassische Bausteine der individuellen Fachleistungsdifferenzierung. Momentan werden die Erfahrungen zur Arbeit auf verschiedenen Niveaustufen (Basis, Wahl, Zusatz) gesammelt.


Sprachbildung :

Aufgrund der Veränderung gesellschaftlicher Bedingungen muss sich auch Unterricht verändern. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die stärkere Berücksichtigung der sprachlichen Komponente nicht nur im Deutschunterricht, sondern auch in allen anderen Fächern. Dazu leistet der Deutschunterricht einen besonderen Beitrag, indem er die Grundlagen für die Sprachbildung in allen Fächern legt.

 

 

PIWIK-ID ist nicht konfiguriert!