Lerncoaching und Lerntutoren

1.1 Beratung und Förderung an der Sekundarschule Wermelskirchen

Beratung ist eine von vielen Aufgaben unserer Schule. Schüler, Schülerinnen, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer müssen sich permanent auf neue Entwicklungen einstellen. Die Schulstrukturen, die Schülerpersönlichkeiten und das gesellschaftliche Umfeld verändern sich fortwährend. Lehrerinnen und Lehrer beraten Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte bei der Wahl der Schullaufbahn bzw. beruflichen Weiterbildung, bei Lernschwierigkeiten, bei Förderung und sonderpädagogischer Förderung, bei Verhaltensauffälligkeiten und vielen anderen Dingen.

1.2 Verortung der Konzepte in den Leitbildern des Schulprogramms

Die Sekundarschule Wermelskirchen versteht sich als Schule der Vielfalt, die alle Schülerinnen und Schüler mit ihren Stärken und Schwächen gleichermaßen annimmt und fördert.  Lerntutoren und Lerncoaching arbeiten dabei Hand in Hand. In diesem Prozess konzentrieren sich die Lerntutoren vorwiegend auf fachliche Unterstützung, während im Lerncoaching am individuellen Lernverhalten gearbeitet wird. Die Sekundarschule Wermelskirchen hat so Unterstützungsangebote außerhalb des Unterrichts initiiert, die es jedem Schüler/jeder Schülerin ermöglichen ihr Lernen nachhaltig zu gestalten.

Beide Konzepte haben sich zum Ziel gesetzt, unsere Schülerinnen und Schüler darin zu unterstützen eigene Potentiale zu entfalten und eigenständige Persönlichkeiten zu entwickeln und sie so auf den für sie bestmöglichen Schulabschluss vorzubereiten.

2. Konzept „Lerncoaching“

2.1 Leitgedanken

Im Rahmen der individuellen Förderung werden für Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten Beratungsgespräche angeboten, um Entwicklungspotentiale in der Lernmotivation und dem individuellen Lernverhalten herauszuarbeiten sowie Strategien zur Umsetzung zu entwickeln und zu festigen, sodass die Schülerinnen und Schüler effektiver und zufriedener lernen können. Dabei können in den Coachingsitzungen folgende Bausteine bearbeitet werden:

> Prüfungskompetenz

> Lernstrategien

> Stress-, Zeit- und Selbstmanagement

> Motivationsstärkung

> Konzentrationsförderung

Im Gegensatz zum Tutorenprogramm dient das Lerncoaching nicht dem Aufarbeiten von stofflichen Lücken, sondern ist lernstoffunabhängig und ganzheitlich. Die Optimierung der Lernkompetenz und des Lernmanagements sowie der emotionale Teil der Lernprozesse werden in den Blick genommen.

3. Konzept „Lerntutoren – Schüler helfen Schüler“

3.1 Leitgedanken

Ausgewählte, leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 8 werden zu Lerntutoren ausgebildet, um jüngere Schüler und Schülerinnen (Jahrgang 6) mit Lerndefiziten in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik außerhalb des regulären Fachunterrichts in Kleingruppen/ Einzelbetreuung zu unterrichten. Dieser Kleingruppen -Förderunterricht beinhaltet das Aufarbeiten von Lerndefiziten (fachliche Grundlagen), eine allgemeine Stärkung der Lernbereitschaft/Lernorganisation sowie Motivation und die Anleitung/Unterstützung zum selbstständigen Lernen (im Hinblick auf eine effektivere Lernzeit im Lernbüro). Das Lerntutorensystem bereichert das Schulleben und fördert Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Engagement.

Um dies zu ermöglichen, trainieren die Lerntutoren während ihrer Ausbildung fachspezifische Lernschwierigkeiten zu erkennen und angemessene Lernhilfen zu geben. Ein Methoden- und Didaktikrepertoire hilft bei der Konzeption der Tutorien zwecks Abwechslung und Effektivität im Lernprozess. Je nach Fach lernen sie Lehr- und Lernmethoden reflektiert einzusetzen.

3.2 Ziele von Lerntutorien

Ziel des Förderunterrichts ist es, die Defizite der Schülerinnen und Schüler in einzelnen Lernzielen möglichst in einem Tutorium (halbes Jahr) zu beheben. Dies meint nicht, dass sich die Noten in den jeweiligen Fächern um mehr als einen Notenpunkt verbessern müssen. So wird bewusst an der Aufarbeitung von Lernzielen gearbeitet und nicht die Aufwertung der Fächernote in den Fokus gestellt. Jedem Tutor sollte klar sein, dass es sich oft nicht um schnell zu schließende Lücken handelt, sondern um grundsätzliche Schwierigkeiten. Die Defizite existieren möglicherweise bereits aus der Grundschulzeit und umfassen folglich Lernvoraussetzungen, die die Schülerinnen und Schüler benötigen, um den aktuellen Lernstoff zu verknüpfen.

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