Was bedeutet die Umstrukturierung für Lehrerinnen und Lehrer?

Die Umstellung auf eine Teamschule bedeutet vor allem, dass Kolleginnen und Kollegen eines Jahrgangs die Herausforderungen und positiven Entwicklungen mit den anderen Lehrerinnen und Lehrern im Jahrgang teilen. Bei regelmäßigen  Teamsitzungen werden vor allem pädagogische und organisatorische Fragestellungen behandelt.

In Bezug auf pädagogische Fragen kann im gesamten Jahrgang eine einheitliche Strategie abgesprochen werden – etwa wenn eine Klasse des Jahrgangs sich problematisch entwickelt, oder aber auch ein gesamter Jahrgang eine Problematik aufweist (hohe Fehlzeiten, häufiges Zuspätkommen…). Organisatorische Fragestellungen sind zum Beispiel die Festlegung/Absprachen von Klassenfahrten und Sonderaktionen im Schuljahr, zum Elternsprechtag oder zu gemeinsamen Beiträgen beim Tag der offenen Tür oder beim Schulfest.

Auch für die gesamte Schulentwicklung sind die Teams gefordert. Hier können im kleinen Kreis Anträge und Themen zur Schulentwicklung diskutiert werden, bevor sie in Lehrerkonferenzen zur Abstimmung gebracht werden.

Die gemeinsamen Abprachen und Vereinbarungen bedürfen einer  klaren Struktur für die Kommunikation mit der Schulleitung, durch die gesichert wird, dass Informationen nicht mehr nur an die Person  gelangen, die die Frage gestellt hat, sondern an das gesamte Kollegium verbindlich übermittelt wird. Durch regelmäßige Sitzungen der Jahrgangsteamsprecher/innen und der Schulleitung werden Fragestellungen der Jahrgänge erörtert. Die Teamsprecher geben die Informationen in ihren Teamsitzungen weiter, sodass die gesamte Schulgemeinschaft informiert ist.

Ein Beispiel: Die Teamsprecherin aus Jahrgang 9 informiert bei der gemeinsamen Sitzung aller Teamsprecher/innen mit der Schulleitung darüber, dass in Jahrgang 9 die Pausenregelung von Schülerinnen und Schülern nicht beachtet wird und bittet die Schulleitung noch einmal um eine klare Erläuterung der Regelung. Die Schulleitung erläutert diese. Im Anschluss können alle Jahrgangssprecher unter dem Tagesordnungspunkt „Fragestellungen aus den anderen Teams“ ihre Jahrgangsstufe über die Klarstellung informieren, sodass alle Lehrerinnen und Lehrer nun darüber informiert sind.

 

 

 

 

 

 

SL: Schulleitung

TS: Teamsprecher/Innen

 

Für die alltägliche Arbeit der Kolleginnen und Kollegen soll das Teammodell eine deutliche Entlastung werden. Durch den vermehrten parallelen Einsatz in einer Jahrgangsstufe müssen weniger Unterrichtsstunden einzeln für nur eine Klasse vorbereitet werden, sondern können (nach individueller Anpassung) in mehreren Klassen erteilt werden. Eine Lehrerin, die z.B. Gesellschaftslehre in der Klasse 5a unterrichtet, soll das Fach auch in einer Parallelklasse unterrichten. Sie spart Zeit für die Unterrichtsvorbereitung und hat mehr Zeit für pädagogische Fragestellungen. 

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